Neuer Wissenschaftsbegriff?

oder

Gedanken sind wie Fundstücke -


denn so wie wir sie arrangieren, ergeben sie eine Form, einen Gedankengang. Umgekehrt gilt dies auch. Es gilt, indem das Denken in die künstlerische Arbeit veräußert wird, in die Objekte bzw. in die äußere Erscheinung, die sodann gemäss der ästhetischen Konsequenz diesem Denken eine Form verleiht. So erhält das Denken eine Ästhetik, aber gleichzeitig muss die äußere Ästhetik eine Logik haben, denn sie ist der Maßstab der Kunst und der erneuerten Wissenschaft. Die Ästhetik verantwortet die Genauigkeit einer Aussage und führt zu einem anderen Wissenschaftsbegriff, die Logik der Ästhetik zu einem anderen Kunstbegriff. Jedoch beides ist sodann das selbige.
Als ein Produkt solcher Art künstlerischer Beschäftigung kann ich heute zum Beispiel sagen, dass Prinzip und Aufbau des Apfels die Grundlage und Begrenzung bildet, innerhalb derer sich Lebendiges individuell ausformt. Auch die Struktur des Raumes kann aus der Form des Apfels abgeleitet werden. Beim Menschen ist dies ebenso und wenn man an den Sündenfall denkt, so lässt sich vermuten, dass da der Apfel eine Rolle spielt, die konkreterer und umfassenderer ist, als man vielleicht geneigt ist zu denken.
Ich würde sagen: Der Mensch stammt vom Apfel ab.
An der kirchlichen Auffassung der Erbsünde will ich dabei nicht festhalten, denn ich will in vollem Umfang die Selbstverwirklichung des Schöpfers in der menschlichen Evolution vermuten. So gesehen wird der Mensch durch die Welt so lange und intensiv bearbeitet bis er einerseits die allumfassende Intelligenz aufgenommen hat und andererseits eine möglichst vollkommene Kreativität entwickelt hat. So stirbt Gott in den Menschen, durch die Menschen und aufersteht gleichzeitig in den Menschen. Als Künstler üben wir schon mal besonders intensiv die kreativen Fähigkeiten, die dann interessant werden um neue Welten zu erschaffen. Von der Materie aus erkunden wir die Welt und schulen uns an deren Aufbau und Konsequenz. Dies ist die Aufgabe der Forschung und Wissenschaft. Weil uns diese Erkenntnis nicht angeboren oder geschenkt ist, und wenn wir dazu noch keine Wissenschaftler sind, müssen wir wohl für unseren Lebensunterhalt schuften und sind damit gezwungen uns mit der Welt auseinanderzusetzen.
Von diesen Gedanken ausgehend ist das Leben selbstbewusster Gottesdienst, wenn wir uns selbstständig um Welterkenntnis kümmern. Wenn wir uns nicht selbstständig darum bemühen, kommen wir trotzdem nicht darum herum und leisten so trotzdem Gottesdienst, aber unbewusst. Und somit werden Wissenschaft, Kunst und Religion in jedem Falle eins.                        
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