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Ich kenne die Kaschemmen des Exils Zwischen Neukölln und dem Kurfürstendamm; Und nachts im Traum seh' ich durch Gitterstäbe Das Licht auf Deinem weißen Muschelkamm. Ich spür die Kälte und das Alter Durch meine Adern zieh'n, Vom Dom der Generäle treibt Eis in die Kanäle die Kanäle von Berlin.
Hallo, Margot, bonsoir Margot, ruf an, wenn Du mich hörst irgendwo auf der Welt, wenn es Dich noch gibt, ruf an, ruf an, Margot.
Vor jedem Kaufhaus sing' ich unser Lied. Für die Passanten und fürs Radio Nehm' ich den Gruß auf, dass ihn alle hören Vom Gulag bis nach Guantanamo. Für alle, die aus Folterträumen Aufschrecken jede Nacht, für alle Kinder, die vertrieben, denen nur Hass und Bomben blieben - Gibst Du noch auf sie Acht? Hallo, Margot, bonsoir Margot ...
Die falschen Pässe liegen schon bereit, Für heut und morgen haben wir Proviant, Und irgendwo in einem fremden Hafen Ankert das Schiff ins unbekannte Land. Lass uns noch einmal alles wagen, Wenn wir auch machtlos sind. Noch weht der Liebe Zeichen Vom Leuchtturm bei den Deichen - Am Segel reißt der Wind.
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