In einem Palast ...

 

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        In einem Palast am Grunde de Sees

        Schläft eine Prinzessin.

        In ihrem Garten, den kein Sterblicher betrat,

        wurzeln Seerosen und Schwertlilien.

        Sie träumt einen Traum ohne Ende.

         

        Die Kreaturen ihres Traums,

        halb menschlich schon, halb Wasserwesen,

        streben zum Licht.

        Sie stoßen sich ab

        Von den Steinen am Grund

        mit kaum entwickelten Beinchen,

        sie drängen empor - und tauchen sie auf -

        atmen sie blaue Kugeln aus,

        die IHRE schönsten Träume spiegeln

        Doch atmen sie die dürre Luft der Stadt,

        ersticken sie.

         

        Hörst Du mich, schlafende Schwester

        In Deinem endlosen Traum?

        Im Märchen heißt es, Deine Geschöpfe

        Hätten vereinzelt überlebt

        Als Kröten, Schlangen, Nachtschimären,

        Den zu vernichten, der Dich retten will,

        Damit Dein Traum niemals ende.

         

        Spukt es deshalb im Haus der Träume?

        Darf deshalb die Phantasie nicht regieren?

        Sieht man uns deshalb an als nächtliches Gelichter,

        vor dem man sich vorsehen muss?

         

 

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