Quinta 12

 

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        In unregelmäßigen Abständen

        Sind Steinplatten mit schartigen Rändern

        In den Hang eingelassen;

        Die Felszacken rechts und links

        Dienen den Händen als Stütze.

        Zu Anfang scheint der Weg

        Die Klippen serpentinenartig zu umkreisen;

        Bald aber kommt mir der Verdacht,

        Daß seine Anlage

        Keiner bestimmten Richtung folgt,

        Erst aufwärts, dann wieder bergab führt,

        Ohne sich einem Ziel zu nähern.

        Die Gesteinsformationen

        Gestatten keine Orientierung.

        Soll dieser Weg nur vortäuschen,

        Daß er zum Haus in den Felsen führe,

        Dessen Pforte schon längst

        Meinem Blick entschwunden ist?

         

        Unmerklich ist die Sonne untergegangen.

        Bald wird es völlig Nacht sein.

        Die Steigung ist jetzt deutlich zu spüren.

        Steil wie bei einer Feuerleiter

        Sind jetzt die Steinplatten  übereinandergelagert.

        Die letzte kann ich nur erklimmen,

        Indem ich mich an einem Vorsprung

        Des Felsens emporziehe.

         

        Vor mir liegt eine weiße Hochebene im Mondlicht.

        Dort,

        Wo sie von einer Felsnadel begrenzt wird,

        Verliert sich der Weg im Gestein.

        Dürre Sträucher und hohe, gelbblühende

        Krautpflanzen wachsen hier und da.

        Die Vögel kreisen wieder über meinem Kopf.

        Ihre Nester kleben in den Ritzen des Berges.

        Vorn, in der Mitte der Bergplatte,

        Gedeihen die Pflanzen üppiger

        Als ihre Artgenossen in den Spalten.

        Gelbe Rispen schaukeln weich in der Nachtluft.

        Bei dem, was sie da

        Wie in einem magischen Zirkel umschließen,

        Scheint es sich beim ersten Hinsehen

        Um eine natürliche Schlucht zu handeln.

        Doch als ich nähertrete und

        Mich über die Kante hinunterbeuge,