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Nach jedem Weiterrücken um zehn Grad Erklingt ein Ton von einem Glockenspiel. Doch hat die Drehung Sich zum Kreis gerundet, Verdunkelt sich der Reigen. Dafür erscheinen auf dem inneren Ring Kostbare Tierfiguren, Die sich zu tieferen Glockenschlägen In ähnlicher Weise vergnügen. Chazerrinaux caracalla. Der Tempel ist in ständiger Bewegung. Vollendet stets, und doch verändert Er sein Aussehn von Minute zu Minute. Serivimo ainunda levevejam. Und aus den hohen Fenster Bricht ein Strahl, so hell Und doch den Augen mild, Als sei die Mauer nur Umhüllung Für ein Prisma, das alles Licht Der Abendsonne in sich aufnimmt.
Die Flügel stehen offen. Ich schreite hindurch, Die Hände vor Augen, Mitten hinein in den Kegel aus Licht. Seine Strahlen lassen die Finger transparent erscheinen. Da schwimmen Geäder, Nervengeflechte - Blau, rosa und weißlich und In der Tiefe Fingerknochen wie Korallenäste. Ich folge den Strahlen, deren Bündelung Sich verdichtet mit jedem Schritt, Bis zum Ursprung: ein Prisma, Kreisrund, wohl drei Meter durchmessend, Unter der Kuppel in den Boden eingelassen. Seine Spitze ragt noch etwa sieben Fuß hervor, Auf eine Öffnung im Zenit der Kuppel weisend. Darüber steht die ungeteilte Sonnenscheibe, Wirft ihren Glanz in tausend von Facetten. Blendend hell. Erst als die Rotation der Erde es bewirkt, Daß ihre Strahlen schräger in das Prisma fallen, Kann ich die Hände von den Augen nehmen.
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