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Fingern in Mund und Nase, Legen sich über die Augen Wie graugrüner Rotz, Drängeln mich weiter. Schlüpfen durch hundert Poren und Öffnungen, von deren Dasein Ich bis jetzt nichts ahnte, Finden nirgendwo Grenzen. Verdünnen mein Blut und die Lymphe, Weichen die Muskeln auf, Fühlen sich immer jünger an, Babyhafte Patschhändchen, Die gleich darauf Als klebrige Gerinnsel In mich einsickern.
Die Ränder des Körpers zerlaufen, Als flösse ich davon. Bald bin ich selbst Nur noch ein Schleimkloß unter vielen, Der seine Pseudopodien entsendet. ABSCHEULICH!
Irgendetwas in diesem Gebilde Ist noch fähig, "abscheulich" zu denken. Immerhin. Am Ende habe ich gar noch Eine unsterbliche Seele - Das ist mehr, als zu erwarten war. Geliebter, sieht so die Wiederholung jenes Tunnels aus, Durch den ich zu Dir reiste? Ich habe keine Form mehr, Dir entgegenzutreten, Keine Arme, Dich zu umfassen, Keine Hände, Dich zu liebkosen. Ich könnte Dich höchstens noch umspülen, Wenn Dir daran gelegen wäre, Doch das ist unwahrscheinlich. Wie soll ich Dich lieben, ICH, Dieses Nichts aus zerfließenden Figuren, Zu dem ich geworden bin? Immer gleiche Substanz Und jede Minute ein neues Individuum.
ABSCHEULICH.
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