Quinta 25

 

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         Eine Lady ohne Gesicht

         

         

        Dann plötzlich wird es schwarz um mich,

        Klare, trockene Nacht,

        Durch die ein kühler Herbstwind weht.

        Und dennoch leuchten Nebelschwaden

        Rosa und weißlich durch die Finsternis,

        Durchsetzt mit Körnchen eines phosphoreszierenden Stoffes.

        Sie flattern mir wieder entgegen,

        Stoßweise jetzt, in gewaltigen Puffern,

        Als befände sich dort in der Tiefe ein Schlot,

        Der sie in Dreisekundenintervallen ausstößt...

        Ich tropfe in seinen Rauchfang hinein,

        Ein Pfauchen, wie wenn Wasser

        Auf die Herdplatte spritzt.

        Allmählich fühle ich

        Jede Substanz aus mir rinnen,

        Ohne Bedauern.

        Ich erkennen noch nicht einmal,

        Wohin ich mich verdunste -

        Unkonzentriert, wie ich bin in meinen

        Vielfältigen Aufspaltungen.

         

        Die Nebelschwaden,

        Die alles bedecken,

        Gewährend die Passage nur Symbolen.

        "... dort, wo es nach Staub

        Und verwesendem Eiweiß stinkt

        Und die Seelen wie Putzlappen

        Zwischen den Telegrafendrähten flattern ..."

         

        Ein ekliger Geruch liegt über der Ebene.

        Betäubend und süßlich.

        Der Boden ist durchwühlt von langgezogenen Gräben.

        Dazwischen verstreut,

        Abscheuliche, welkende Blumengebinde.

        Lilien, weiß und blaugelb gestreift,

        Die in ihrer Künstlichkeit an Stoffblumen erinnern,

        Fleckige Hortensien mit zerknitterten Blütenblättern

        Und rotbraune, steife Lorbeerkränze mit kitschigen Schleifen.

        Die Gräber sind offen,

        Und aus ihrer Tiefe dampft rosa Nebel hervor -

        Wie aus einer heißen Quelle.