Quinta 3

 

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        Die kleinen Hände über der Lichtung

        Haben lange gewartet in ihren Kokons.

        Sie wachsen aus den Bäumen hervor

        Mit Spinnenfingern.

        Hat das Verhängnis uns eingeholt

        Oder ist es von unseren Fersen verschwunden?

         

        In Nächten, da der Herr der Welten schläfrig wird

        Haben manche die Liebe gesehen.

        Sie wohnt in verlorenen Häusern am Ende der Welt,

        Wo kein Strahl der Verzweiflung sie einholt.

        Kein Schall dringt von dort in die wirkliche Welt.

        Keine Abgeschiedenheit hat größere Verkehrungen bewirkt

        Als jene.

         

        Oft meine ich, der Tau des Morgens

        Habe sich in Blut verwandelt

        Und fällt in heißen Tropfen auf die Erde.

        Dann weiß ich, daß mit jedem Aufschlag

        Eine Liebe stirbt.

        Kein Blatt, kein Grashalm kann sie halten.

        Mein Gott, der Du die Liebe sein willst

        und bietest doch den mörderischen Sonnenaufgängen nicht Einhalt...

         

        Der Weg ist schmal.

        Man kann ihn nur erahnen

        In dem von kleinen Füßen aufgescharrten Waldboden.

        Wir müssen ihm folgen, wollen wir unbesiegt hier herauskommen.

        Mir ist, als ob die Silberwellen tragen.

        Vielleicht kann ich schwimmen,

        wenn Du mich dabei ansiehst.

        Ich habe so meine Zweifel

        In das Schwimmen und in glitzernde Gewässer.

        Es sei wie es sei.

         

        Die kleinen Hände auf den Bäumen

        Winken Dir und mir. Kinderhände

        Vielleicht. Und grelles Wispern tröpfelt

        Aus den giftig-grünen Blättern, ein Locken,

        freundlich und fatal zugleich.