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Jetzt habe ich die Füße In den sanften Schlick gesetzt. Die weißen Kiesel glänzen um die Zehen. Kein Zweifel, es ist mir gelungen, Die Katarakte zu durchschreiten, Doch der Blick scheint getrübt. Ist das hier ein Museum? Fast meine ich, der Planet Habe sich aufgetan und alle verschluckt, Die hier einst lebten.
Gelbgrüne Straßenbahnwaggons liegen Umgekippt auf den Gesimsen der Fabrik. Die Asphaltstraßen überwuchern Großblättrige Kriechpflanzen, Deren fettes Dunkelgrün künstlich anmutet: Fleischfressende Pflanzen, Die Mäuler mit feinen Härchen bestückt. Geburtenexplosion aasfressender Insekten.
Ein Hamburgerstand ragt zwischen Lianen auf. Zu Urwäldern mutierte Geranien Über den Dächern der Bankpaläste. Am Fuß des Berges treiben weiße Blechschwäne in einem Wasserbecken. Die Schwäne grinsen selbstversunken vor sich hin, Allwissend. Sind sie vergiftet, die blauweißen Wölkchen über der Stadt? Hat man Blei und Schwefel hineingetan, Daß kein Mensch dort besteht? Kein Schritt zu hören. Lautlos und klar Schwebt der Abend über eingedrückte Dächer. Wellblechfetzen hängen herab In die schmalen Durchgänge zwischen den Trümmern.
Ein Ring von Wellblechhütten Am Rande der Stadt, von deren Bewohnern Wohl keiner verschont blieb. Aus den Lachen im aufgerissenen Asphalt Wachsen kleine, gelbe, stinkende Blumen. Und hohe, ästhetische Stauden, Die sich bei jedem Lufthauch biegen. Ein Kondom treibt in der Pfütze.
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