|
|
Nach einigen Metern schließen Sich schmale, ein.- oder zweistöckige Häuser An den Slumgürtel an. Bei manchen Haftet noch rosafarbener Und gelber Putz an den Mauern. Dazwischen, in den Gassen, liegen überall Herausgebrochene Ziegelreste, Die in oft meterhohen Schutthalden Den Durchgang versperren. Noch immer scheint die Gegend Menschenleer, doch dringen Töne Von irgendwo herüber.
Ein roter Elefant vor staubig-blauem Himmel Über dem Eingang einer kleinen Bar. Bröckelnde Mosaiksteinchen rahmen die leere Türfassung. Dahinter wehen Fetzen eines roten Samtvorhangs Über den Balken einer eingestürzten Decke. Und aus dem Innern des Lokals Dringt zart und melancholisch eine Jazztrompete.
Vor den verwaisten Hockern seiner Band Steht er aufrecht. Seine Haare sind grau. Schweiß rinnt durch die Furchen seiner schwarzen Haut, Wenn er mit weit zurückgeneigtem Kopf den Blues spielt. Er trägt noch immer diesen grünen Frack mit goldenen Tressen, Er hat mich nicht kommen hören.
Ohne sein Spiel zu unterbrechen, bahnt er sich nun den Weg, An umgekippten, roten Plüschsesseln vorbei zur juke-box, Deren zersplitterte Deckscheibe Mit ihren Palmen und Hulamädchen Von innen durch ein mattes Birnchen angestrahlt wird. Sein Gang ist müde. Mit der linken Hand Sucht er die Münze aus der Tasche, Wirft sie ein, drückt ohne nachzudenken eine Taste Die Frauenstimme zu begleiten, die leise, kratzig aus dem Lautsprecher dringt. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 weiter |
|
|