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Es ist schon fast Abend, der Himmel noch immer weißlich blau Mit dünnen, lila angehauchten Streifen. Ich suche das Meer. Irgendwo in der Richtung, wo die schmuddeligen Gassen Sich in die umliegende Landschaft verlieren, Muß es sein. Die Luft ist kühl und ohne Aroma. Die alten Gerüche haben sich Lange schon Im Tau der vielen Morgen verloren, Die seit dem Unglück über die Stadt dahingegangen sind. Offenbar nähere ich mich nun Dem Zentrum der Verwüstung. Rechts und links der Straße Erinnern nur noch schwärzliche Anhäufungen Von Steinen und verkohlten Holzstümpfen Daran, daß sich hier einmal Eine Siedlung befand. Jedes Gedächtnis An die ehemalige Form der Häuser, Die Lebensart ihrer Bewohner Scheint daraus entwichen. Selbst der Schrott, der sich Am Rand der Bordkanten stapelt, Dosen, Kanister, ausgebrannte Autowracks, Wurde wohl nachträglich hier abgeladen.
Die helle Tür, Zum Teil aus der Fassung gebrochen, Öffnet sich in den Himmel. Sie steht samt ihrer Rahmung Auf einem Berg von Trümmern, Der die Gasse in ihrer ganzen Breite blockiert. Beim Aufstieg kann man erkennen, Daß der Schutthaufen Durchzogen ist von Graten, An Schluchten vorbeiführend, Aus deren Tiefe modrig-süßlicher Geruch dringt. Es gibt Hochflächen aus spiegelnden Granitplatten, Wie sie neuere Architekten Zur Verkleidung öffentlicher Gebäude benutzen, Spitze Felszacken, Die von abgetrennten Kirchtürmen herrühren, Und umgeknickte Sendemasten . Zerfetzte Radarantennen schaukeln im Wind
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