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Nachfolgender Sendeplan ist, was zugegebenermaßen etwas verwirrend
erscheint, rein fiktiv:
Pi-Radio Sendeplan
Sendeschema von Pi-Radio e.V. mit Kennzeichnung der horizontalen Schienen Das Programm besteht aus festen Sendeplätzen für Schwerpunktredaktionen. Um den Hörerinnen und Hörern die Übersicht zu erleichtern ist es in horizontale Schienen aufgeteilt. So beginnt das Programm werktags mit einem Morgenmagazin von 6 bis 10 Uhr. Es folgen zwei Stunden Stadtteilradios bis 12 Uhr. Von 12 bis 14 Uhr schließt sich ein Informationsmagazin an. Es folgt ab 14 Uhr eine Sendung von politischen Initiativen, dann ab 15 Uhr eine Ratgebersendung. Zwischen 16 und 18 Uhr berichten in den Schwerpunkt-Sendungen Betroffene von ihren Erfahrungen. Ab 18 Uhr wird wieder eine Magazinsendung zu wochentäglich wechselnden Inhalten angeboten. Zwischen 19 und 21 Uhr geht das Programm mit einer Kultur-Sendung in das musikreichere Abendprogramm über. Ab 21 Uhr gibt es ein zweistündiges Musikmagazin und ab 23 Uhr reine Musiksendungen mit wechselnden Schwerpunkten bis in die frühen Morgenstunden. Das Wochenendprogramm unterscheidet sich von der genannten Schienenzuordnung, statt den Sendungen von vorwiegend informativem Charakter werden samstags und sonntags von 6 bis 15 Uhr Sendungen mit höherem Unterhaltungswert angeboten. Die einzelnen Schienen und die dort angebotenen Sendungen werden nachfolgend erläutert. Erläuterungen zum Sendeschema von Pi-RadioMorgenmagazin (6-10 Uhr)
Das Morgenmagazin verbindet musikalische Unterhaltung mit Informationsangeboten. Den Hörerinnen und Hörern werden aktuelle Informationen zum Tage, Telefoninterviews, Veranstaltungshinweise, Gespräche mit Studiogästen aus den Bereichen Politik und Kultur, Presseschauen, kurze Lesungen und Rezensionen präsentiert. Stadteilradios
(10-12
Uhr)
Stadtteilradios sind Redaktionen, die sich ihrer Stadtteil-Herkunft verpflichtet fühlen. Dementsprechend berichten sie über kulturelle, politische, soziale, ökologische, wirtschaftliche und sonstige Belange aus ihren Stadtteilen. Die Redaktionen sind lokal, z.B. in Nachbarschaftsläden, Jugendclubs oder lokalen Radio-Cafés ansässig und sind damit von der dortigen Bevölkerung leicht zu erreichen und mitzugestalten. Infomagazin (12-14
Uhr)
Bei dem Infomagazin handelt es sich um die zentrale Informations-Sendung bei Pi-Radio. Wochentäglich wechselnde Redaktionen gestalten das Programm über lokale Politik, Kultur und Gesellschaft. Dabei werden insbesondere Informationen aus informellen Quellen zusammengetragen (Presseerklärungen oder persönliche Berichte von politischen Gruppen und Betroffenenvertretungen statt von Presseagenturen). Das Infomagazin ermöglicht es so, einen Überblick über das politische und kulturelle Engagement der fragmentierten Berliner Initiativen, Arbeitsgemeinschaften und Organisationen zu erhalten. Politische Gruppen
(14-15
Uhr)
Eine Vielzahl von politischen Gruppen und Initiativen arbeitet in Berlin,
ohne daß eine größere Öffentlichkeit je von ihren
Aktivitäten erfährt. Um dem abzuhelfen, haben politische Gruppen
in dieser Sendeschiene die Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen. Die Gruppen
werden von Pi-Radio befähigt, radiotaugliche Sendungen zu gestalten.
Ratgebersendungen
(15-16
Uhr)
Die Ratgebersendungen werden von wochentäglich wechselnden Redaktionen gestaltet. Neben der Lebenshilfe wird mit diesen Sendungen auch ein spielerischer Umgang mit täglichen Problemen vermittelt. Nachfolgend einige Beispiele: Die Sendung für Existenzgründer präsentiert innovative Ideen für den Wirtschaftsstandort Deutschland, Tips zur Steuererklärung und Hinweise auf Fördergelder. In der Flüchtlingsberatung werden mit Studiogästen oder anrufenden Hörerinnen und Hörern Probleme bei der Integration, bei der Stellung von Aufenthaltsgenehmigungen und mit der Situation in Asylbewerberheimen erörtert. Der Technikratgeber behandelt wöchentlich einen Schwerpunkt aus der Welt der Technik, wie das Installieren eines Faxmodems, das Zerlegen einer Dreigangschaltung oder das Basteln einer Peilantenne für Westfernsehen. Das Sexualmagazin bietet Hinweise zur geeigneten Partnerwahl, Umgang mit sexuellen Verklemmungen und Tips zum Aphrodisieren. Die Mieterberatung wird von qualifizierten Mietervereinen durchgeführt und weist auf die Rechte von Mietern hin. Eine telefonische Rückkopplung mit den Hörerinnen und Hörern ermöglicht eine Bereicherung der Sendung durch konkrete Mietproblemfälle. Der Alltagsratgeber gibt auf eher unterhaltsame Art Hinweise zur modernen Lebensführung, zum Zubereiten von Fruchtweinen und zum Bekämpfen von Kopfschmerzen. Auch in dieser Sendung kommt den Hörerinnen und Hörern die Aufgabe der aktiven Anteilnahme über das Telefon zu. Die Sonntagssendung Kreativ-Workshop stellt das öffentliche Herstellen von Hörspielen und Radio-Performances dar. Es wird live aus den Radio-Seminaren übertragen und soll insbesondere die Hemmschwelle zum selbst Radio produzieren senken: Werde auch Du zum Äther-Täter! Schwerpunktsendungen
(16-18
Uhr)
Mit den Schwerpunktsendungen werden insbesondere Zielgruppen angesprochen, die über die Sendungen Informationen austauschen können. Sie ermöglichen aber auch einem Außenstehenden, Einblick in die Anschauungen und Lebensweisen einer speziellen Randgruppe zu bekommen. Bei den in den Schwerpunkten angesprochenen Gruppen handelt es sich um Behinderte, Drogenkonsumenten, Ausländer (Sendung ggf. fremdsprachig), Frauen, Lesben, Arbeitslose, Outlaws (Gefängnisinsassen oder zu Resozialisierende), Schwule, Obdachlose, Schüler, Studenten, Kinder und Senioren. Die Sendungen werden von den Leuten, die sich einer Gruppe zuordnen wollen, selbst produziert. Dabei werden sie von erfahrenen Redakteuren angeleitet. Der Programminhalt ist zielgruppenspezifisch, so berichten die Drogenkonsumenten über die Möglichkeiten und Hindernisse des Drogenausstiegs, die Obdachlosen über die Qualitätsunterschiede bei den Suppenküchen und die Kinder von dem Wettstreit um Markenschuhe. Magazinsendungen
(18-19
Uhr)
Die Magazinsendungen haben (anders als die Sendungen politischer Gruppen oder der Schwerpunktsendungen) wieder verstärkt eine journalistische Herangehensweise an ein Thema. Die jeweilige Redaktion trägt aus den unterschiedlichsten Quellen Informationen zusammen und verarbeitet diese (teils mit wissenschaftlichem Anspruch) zu einem Magazin. Das Umweltmagazin berichtet aus der Umweltpolitik, stellt Forschungsergebnisse vor, lädt Ökoinitiativen ein und diskutiert mit den Hörerinnen und Hörern über aktuelle Entwicklungen. Die Sendung Internationales trägt Informationen aus aller Welt zusammen, diskutiert Menschenrechtsverletzungen und berichtet über die Zustände in fernen Ländern. Hierbei wird besonders darauf geachtet, daß nicht nur Länder, die ohnehin gerade im Rampenlicht der Medien stehen, porträtiert werden, sondern insbesondere solche, über die ein Informationsdefizit herrscht. Das Magazin Stadtentwicklung beobachtet kritisch die Hauptstadtwerdung von Berlin, berichtet über Kulturprojekte, Baumaßnahmen und Stadtpolitik und vergleicht den Entwicklungsprozeß in Berlin und Brandenburg mit internationalen Metropolen. Die Pazifistensendung ist die Sendung für und von Friedensbewegten, Rüstungsgegnern und Wehrdienstverweigerern, sie wird in Zusammenarbeit mit entsprechenden Initiativen gestaltet. Die Sendung Wohnprojekte stellt alternative Formen des Zusammenlebens vor, Probleme bei deren Umsetzung und Ergebnisse ihrer Projektarbeit. In dem Magazin Transzendentales wird von Spiritisten, Esoterikern und Weltverbesserern berichtet und ihre Weltanschauungen verglichen. Es wird auf ein ausgewogenes Verhältnis geachtet, die HörerInnenrückkopplung über das Telefon wirkt als Korrektiv. Das Medienmagazin berichtet über Meinungsfreiheit, elektronische Medien wie dem Internet und über subtile Presseerzeugnisse. Kultursendungen
(19-21
Uhr)
Mit den Kultursendungen geht das Programm von Pi-Radio abends in den musischeren Teil über. Berlin als multikulturelle Metropole hat neben der etablierten Kunst ein reichhaltiges Angebot an Subkultur zu bieten. Dieser Subkultur trägt die Sendeschiene zwischen 19 und 21 Uhr Rechnung. Die Sendung Literatur & Gedichte lädt Literaten ins Studio ein oder besucht deren Lesungen. Fremde Kulturen werden in der gleichnamigen Sendung von ausländischen Mitbürgern beleuchtet, dabei wird der Ramadan ebenso, wie der brasilianische Karneval betrachtet. Die Theatermitschnitte geben einen Einblick in die Arbeit der reichhaltigen Off-Theater-Szene. Mit den Bands im Studio haben lokale Musikgruppen die Gelegenheit ihre neusten Produktionen vorzustellen und über die Hintergründe ihres musikalischen Schaffens zu berichten. Die Sendung Satire & Kabarett spottet dem gesellschaftspolitischen Geschehen. Das Klangexperiment stellt unkonventionelle Klangarbeiten vor und übt sich in neuen Kommunikationsformen, die im Medium Radio bislang unausgeschöpft geblieben sind. Das Hörspiel rundet die Woche mit Schüler- und Studentenproduktionen dieser literarischen Sendeform ab. Musik-Magazin (21-23
Uhr)
Das Musik-Magazin ist die kommentierte und recherchierte Form der Musikdarbietung. Die Namen der Sendungen sprechen für sich: Politisches Lied, Internationale Musik, Frauen-Bands, DJs unter sich (Diskjockeys erzählen von ihrer Arbeit), Klassiksendung, synthetische Musik, Deutscher Schlager. Musikschwerpunkte (23-6 Uhr) Die Musikschwerpunkte werden von ausgesprochenen Fans der jeweiligen Gattung produziert und auch rezipiert. Die Notwendigkeit einer Schwerpunktsetzung ergibt sich daraus, daß Musikstile zum großen Teil nicht mischbar sind. Dies führt bei Rundfunksendern, die den Anspruch besitzen, jederzeit durchhörbar zu sein, zu einer Verflachung der Profile und zum allgegenwärtigen Einheitsgedudel. Dem entgegen steht das von Pi-Radio realisierte Konzept der Musikschwerpunkte. Freunde z.B. der Punkmusik oder des Blues haben dadurch die Möglichkeit gezielt auf ihren bevorzugten Musikstil zuzugreifen. Wochenendprogramm
(Sa./So.
6-15 Uhr)
Das Wochenendprogramm von Pi-Radio unterscheidet sich von dem Programm an den Werktagen. Die wort- und politikreichen Sendungen zwischen 6 und 15 Uhr werden zugunsten von Musik, Spiel und Unterhaltung ersetzt. Das Programm beginnt um 6 Uhr mit dem Chill-Out, jener seichten Musikbeschallung, die bei durchzechten Nächten und Kopfschmerzen gut tut. Es folgt ab 10 Uhr eine Musiksendung zur Frühstückszeit, das Jazz-Frühstück bzw. das Klassik-Frühstück. Von 12 bis 15 Uhr schließen sich Sendungen von offenen Kanälen an, ein wechselnder Sendeplatz für Nutzer dieser wichtigen medienpädagogischen Einrichtung bzw. Sendungen von Hörspielwerkstätten die aus laufenden Produktionen berichten oder fertige Hörspiele präsentieren. Ab 15 Uhr geht das Nachmittagsprogramm mit einer Ratgebersendung, wie auch werktags, weiter (siehe oben). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||